Zahl der Einbrüche hat 2015 stark zugenommen

Die Kriminalstatistik für 2015 zeichnet in weiten Teilen ein positives Bild. Die Kriminalität in Deutschland geht in nahezu allen Bereichen leicht zurück. Ein Wert allerdings alarmiert sowohl die Politik als auch die Polizei: Wohnungseinbrüche gab es 2015 so viele wie seit den 1990er Jahren nicht mehr. 167.136 Mal versuchten Täter im vergangenen Jahr, sich unrechtmäßig Zugang zu fremden Eigentum zu verschaffen, was einer Zunahme von 9,9 Prozent entspricht. Anders ausgedrückt: Knapp alle drei Minuten schlagen Einbrecher in Deutschland zu. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére betonte bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für 2015 in Berlin, dass ihm die Entwicklung Sorgen bereite.

Einzig positive Nachricht: Rund 40 Prozent der registrierten Einbrüche blieben erfolglos. Die Täter scheiterten an Sicherheitsvorkehrungen und brachen ihren Einbruchversuch ab. Schaden dürfte in vielen Fällen bei Hebelversuchen an Fenster oder Türen trotzdem entstanden sein.

Die Schadensumme ist entsprechend hoch: Die Kriminalstatistik weist 440,8 Millionen Euro allein für 2015 aus. Andere Quellen führen Zahlen der Versicherungsbranche an, wonach die Versicherungsgesellschaften im vergangenen Jahr rund 530 Millionen Euro auszahlten. Ein Anstieg um 51 Prozent.

Auf großen Zuspruch stößt unterdessen die Förderung der bundeseigenen KfW-Bank. 14.000 Bundesbürger haben inzwischen einen Zuschuss für Maßnahmen zum Einbruchschutz beantragt. Die KfW hat 6,3 Millionen Euro Fördergelder genehmigt. Gefördert werden unter anderem Fenster und Türen, die mindestens der Widerstandsklasse 2 (RC2 laut DIN EN 1627) entsprechen. Das Programm der KfW ist so erfolgreich, dass der Bund die Mittel gerade erst aufgestockt hat. Statt 10 Millionen Euro stehen für 2016 nun 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Quelle: PaX Fenster und Türen